Kleine Helfer und Menubar Apps

Unter OS X gibt es eine ganze Menge kleiner Programme und Apps die sich in der Menüleiste einnisten. Ein paar nützliche Programme möchte ich euch heute vorstellen.

iStat Menus dürfte den meisten bekannt sein. Mit Hilfe dieses Programms könnt Ihr eure Menüleiste um einige nützliche Funktionen erweitern. Das Programm gibt euch die Möglichkeit CPU- und Speicherauslastung, Festplattenauslastung und -aktivität, Netzwerkaktivitäten, Temperaturen einzelner Komponenten, eine aufgebohrte Zeitanzeige und (bei MacBooks) den Ladezustand der Batterie anzuzeigen. Ich persönlich brauche lediglich Uhr, Temperatur und Batterielaufzeit, aber für gerade mal $16 kann man nichts verkehrt machen.

MacMP3Gain ist ein Programm mit dem Ihr die Lautstärke von MP3-Dateien sehr schnell angleichen könnt. Ich denke Ihr kennt das: Jeder Interpret ist anders abgemischt und während das erste Lied auf dem iPod bei voller Lautstärke kaum zu hören ist, bläst es euch beim Lied eines anderen Interpreten das Trommelfell ins Hirn. Mit MacMP3Gain kann man einfach auswählen welche Lieder oder Wiedergabelisten angepasst werden sollen, klickt einmal und schon hat man alles auf einem Level. Gemessen wird immer nur die lauteste Stelle des Liedes, so das das nichts verzerrt wird. Kost nix und gehört für mich zur Grundaustattung.

InstantShot! ist mein Screenshot-Tool der Wahl. Nistet sich unauffällig in der Menüleiste ein und hat dennoch genügend Funktionen für meine Bedürfnisse. Es lassen sich Bildschirmfotos, sowie Rahmen/Fensterfotos machen, es gibt einen Selbstauslöser und man kann eine Fotoserie anlegen. Alles aus der Menüleiste oder per Shortcut. Für alle denen Skitch zu viele Funktionen hat ein absoluter Tipp. Ebenfalls Freeware.

Jumpcut2 sitzt ebenfalls in der Menüleiste und hat eigentlich nur eine Funktion: Die Zwischenablage auf eine frei definierbare Anzahl zu erweitern. Mehr nicht. Das diese Funktion weder auf Windows, Linux noch Mac OS X von Anfang an vorhanden ist wird mir immer ein Rätsel bleiben.

Auch hier: Freeware.

Dropzone ist ein Programm mit viel Potenzial. Dropzone sitzt im Dock und kann einiges. Man kann über Dropzone z.B. Programme installieren (einfach eine .dmg Datei auf “Install Applications” ziehen – anschliessend wird das Image gemountet, der Programm in den entsprechenden Ordner kopiert, das Image ausgeworfen und das Programm gestartet), Bilder zu flickr hochladen, Dateien auf seinen FTP-Server laden, Kurz-URLs erzeugen und vieles mehr. Das Programm ist durch Plugins erweiterbar und ich denke da kommt auch angesichts der frühen Versionsnummer (aktuell 0.3.3) noch einiges an Funktionen auf uns zu. Mit knapp $14 Dollar durchaus günstig.

Dropbox, der Speicherplatz in der Cloud und die Alternative zu MobileMe. Ich persönlich nutze Dropbox nicht nur zur Datenaustausch zwischen meinen Macs auch eine Synchronisation zwischen diesen ist möglich. So laufen z.B. die Datenbanken von Things, 1Passwort und TextExpander über die Dropbox und sind auf allen Macs synchron. Ich brauche mir keine Gedanken drüber machen und benutze es einfach. Das Leben kann so einfach sein. Dropbox ist kostenlos und man hat anfangs 2GB Speicherplatz, kann dieses durch Einladungen an Freunde auf 10 GB erhöhen. Wer mir also etwas Space schenken möchte darf sich gerne über diesen Link registrieren (und bekommt selbst auch noch etwas mehr Speicherplatz).

Coconut Battery ist ein kleines Tool mit dem sich der Batteriestand und die “Gesundheit” der Batterie auslesen lässt. Ausserdem werden einem auch die Anzahl der bisherigen Ladezyklen angezeigt. Wer iStatMenus benutzt brauch das Programm nicht, dort sind die Informationen ebenso abrufbar.

Caffeine ist für all jene die sich schon immer geärgert haben das der Mac immer dann den Bildschirm abdimmt oder abschaltet wenn man gerade ein Video auf YouTube guckt. Meistens bleiben einem 2 Möglichkeiten: Die Zeit bis zum Standby erhöhen oder den automatischen Standby abschalten. Nachher das ganze nochmal rückwärts. Muss aber nicht sein. Mit Caffeine kann man den Ruhezustand temporär in der Menüleiste deaktiveren. Kost nix und gehört auf jeden Mac.

BetterTouchTool bohrt deine Magic Mouse oder dein Trackpad gehörig auf und man kann global oder für einzelne Programme verschiedene Gesten festlegen. Ich habe zum Beispiel die Geste die in iPhoto z.B. ein Foto dreht in Tweetie so umfunktioniert das dort meine Tweets aktualisiert werden. Doch auch für diejenigen die keine Touch-Peripherie haben ist BetterTouchTool etwas. Die Funktion Fenster automatisch zu maximieren wenn man sie an den Bildschirmrand zieht oder auf die Hälfte zu vergrössern wenn man sie links oder rechts hinzieht (ja, diese Funktion aus Windows 7) ist ebenfalls integriert. Freeware.

Welche kleinen Helfer fehlen eurer Meinung? Ab in die Kommentare damit :)

  1. JeriC (2 comments) sagt:

    MP3Gain kenne und nutze ich viel (Zumindest die Windows-Version, ich weiß nicht ob die Mac-Version groß anders ist), wirklich kennen tu’ ich das erst seitdem ich angefangen habe Radiosendungen zu machen. Kann mich da deinem Lob groß anschließen.

    AntwortenAntworten
  2. Timm (54 comments) sagt:

    @JeriC: Ich habe MP3Gain damals auch unter Windows genutzt und daher geschaut ob es was vergleichbares gibt. Es sieht zwar anders aus und hat eine Anbindung an iTunes (komplette Wiedergabelisten anpassen etc.) macht aber im Endeffekt genau das selbe ;)

    AntwortenAntworten
  3. Raffael (1 comments) sagt:

    Das einzige Problem an Menubar Apps ist: Zu wenig Platz.
    Da muss für 10.7 umbedingt was besseres her

    AntwortenAntworten
  4. Timm (54 comments) sagt:

    @Raffael: Kommt ganz auf den Mac an. Auf der 13″ MacBook wirds teilweise wirklich eng, da gebe ich dir Recht. Die Leute mit nem 27″ iMac dürften allerdings nicht so schnell Probleme bekommen ;)

    AntwortenAntworten
  5. Daniel (3 comments) sagt:

    Coco und Dropbox muss ich mir doch mal genauer anschauen..

    AntwortenAntworten
  6. Ben (6 comments) sagt:

    Nutze ich fast alle auch.

    AntwortenAntworten

Einen Kommentar schreiben

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.