Switched?

Wenn man von Windows zu Mac OS X wechselt hat man meist zuerst das Problem, das man lieb gewonnene Programme aufgeben muss. Natürlich gibt es viele Programme auch auf dem ApfelOS, aber oft in abweichenden Versionen oder nicht so stabil wie das Windows Pendant. Ich möchte daher, nach etwas über 4 Monaten Mac meine genutzten Programme vorstellen und nehme auch gerne noch Vorschläge entgegen. Bei den Programmen handelt es sich nicht nur um Freeware, aber das Geld ist gut investiert wenn ich das Programm hier vorstelle :)

Browser:

Safari ist der Standard-Browser von Mac OS X. Quasi das Pendant zum Internet Explorer von Microsoft. Mit einem Unterschied: Der Browser ist brauchbar ;) Ich war jahrelang Firefox-Nutzer (liegt nahe, vorher habe ich den Netscape Navigator benutzt aus dem der Firebird – später Firefox entstand) wollte dem Browser von Apple aber mal eine Chance geben. Der Browser ist schnell und mit den Plugins Glims, Adblocker , XMarks und ClickToFlash fehlt einem kaum noch was. Natürlich gibts für Mac OS X auch andere Browser wie den erwähnten Firefox, Google Chrome/Chromium (für Chromium gibt es einen automatischen Updater namens Chromatic), Opera und unbekanntere Alternativen wie Camino und iCab. Es gibt daneben noch einige, auch kostenpflichtige Browser, aber die sind zu vernachlässigen.

Mail:

Auch Apples Mail ist ein guter E-Mail-Client, der eigentlich kaum Wünsche offen lässt. Ich nutze Ihn seit dem ersten Tag OS X und habe noch (fast) keine Funktion vermisst. Ich nutze den Client mit Google Mail über IMAP und habe das Plugin “Herald” installiert, das mir ankommende Nachrichten in einer kleinen Box präsentiert. Das fehlt bei Mail nämlich von Haus aus. Aber wenn es dafür Plugins gibt finde ich das nicht wirklich tragisch.

Twitter:

Tweetie ist das erste Programm in meiner Liste das es sowohl in einer kostenlosen werbefinanzierten Variante als auch in eine werbefreien kostenplichtigen (19.95$) Version gibt. Tweetie ist in seiner jetzigen Version nicht mehr State-of-the-Art (soll heißen, die neuen Twitter-Features wie Retweets und Listen fehlen, aber das Update soll laut Entwickler bald kommen und spätestens dann ist es DER Twitterclient schlechthin). Alternativen gibt es allerdings auch: Kiwi, Echofon, Nambu und so ziemlich alle Adobe Air Clients.

Messaging:

Die symphatische grüne Ente lässt mich mit meinen Mitmenschen kommunizieren. Adium unterstützt alle wichtigen Protokolle wie ICQ, MSN und Jabber, aber auch den Facebook- und MySpace-Chat. Darüberhinaus gibt es noch eine Menge Plugins, Themes, Sounds und Icons. Falls man keine Enten mag zum Beispiel. Adium ist Freeware.

GTD:

Things ist eine so genannte GTD (Getting Things Done)-Anwendung, die einen dabei hilft seinen Tagesablauf etwas besser zu organisieren. Es können sowohl einmalige Tätigkeiten eingetragen werden, als auch wiederkehrende Ereignisse. Das Programm ist mit 49,95€ nicht unbedingt kostengünstig, aber bei so einem komplexen Programm ist das Geld gut investiert. Ein Review erscheint in den nächsten Tagen.

Bildbearbeitung:

Pixelmator lässt sich ohne Probleme als Photoshops kleiner Bruder bezeichnen. Das Programm in diesem kurzen Teaser zu beschreiben würde den Rahmen sprengen, aber soviel sei gesagt: Wer nur ab und zu Bildbearbeitung betreibt, ein Logo/Schriftzug für seine Homepage bastelt und mal zwei drei Pickel wegretuschiert der brauch kein Photoshop. Pixelmator ist dafür bestens geeignet und im Gegensatz zu Photoshop mit 59$ vergleichweise günstig. Der Vertrieb in Deutschland läuft über Application Systems Heidelberg.

FTP:

Zur Zeit nutze ich Flow um Daten auf meinen FTP-Server zu schaufeln oder Sie runterzuladen. Flow ist ein schicker FTP-Client mit eingebautem Editor der Syntax-Highligting beherrscht. Mit 25$ ist man dabei. Vermutlich werde ich bald auf ForkLift wechseln, der neben FTP-Client auch Finder-Ersatz ist. Aber das werde ich euch demnächst erzählen. Eine kostenlose alternative für die Arbeit auf dem FTP-Server ist übrigens Cyberduck, der sich auch nicht verstecken braucht.

Text-Editor:

Fraise ist ein schlanker Text-Editor, der trotzdem alles beherrscht was man braucht. Zumindest in meinem Fall. Der Editor entstand aus dem Programm Smultron bei dem die Weiterentwicklung etwas eingeschlafen ist. Naja, da er so funktionierte wie er soll, hätte es mir egal sein sollen, aber ich mag Software lieber die weiterentwickelt wird. Es geht immer noch besser ;) Als Alternativen würden mir noch TextMate (kostenpflichtig) und TextWrangler einfallen. Der eingebaute Editor von Mac OS X hat nämlich das gleiche Problem wie der unter Windows. Sie können nix.

Textverarbeitung/Office:

Ich persönlich brauche eigentlich nur eine gute Textverarbeitung. Präsentationen und Tabellen brauch ich in den seltensten Fällen. Mehr durch einen glücklichen Zufall bin ich relativ günstig an eine iWork-Lizenz gekommen – quasi das Office-Paket von Apple. Pages ist daher die Terverabeitungssoftware meiner Wahl. Man muss sich schon anstrengen um damit ein hässliches Dokument zu erzeugen ;) Dafür ist der Preis mit 79,00€ auch etwas kostspieliger.

Alternativen sind vor allem das von mir unter Windows genutzte kostenose OpenOffice (kostenlos) oder – man höre und staune – Microsoft Office for Mac.

Videoplayer:

Mac OS X bringt mit Quicktime X einen guten Player mit, eigentlich kaum ein Grund einen weiteren zu installieren – zumindest wenn man Codec Packs wie Perian und Flip4Mac installiert. Für alle Fälle hab ich allerdings immer noch den VLC Media Player auf der Platte. Dieser wird unter OS X vermutlich bald einen anderen Namen und ein anderes Interface bekommen, aber solange tut es der Player auch unter bekanntem Namen. VLC ist Freeware.

Passwortverwaltung:

Ich gebe es zu: Bevor ich 1Password verwendete hatte ich überall ein und das selbe Passwort. Das das nicht nach hinten losgegangen ist war einfach nur Glück. Soviel Leichtsinn müsste eigentlich bestraft werden. Unter OS X benutze ich 1 Password als Passwortverwaltung. Mit dem Programm lassen sich sichere Passwörter erstellen (ich habe einen ganzen Tag gebraucht um wirklich alle Logins zu ändern ;)) und gesichert aufbewahren. So kann man für jede Seite ein anderes sicheres Passwort nutzen und muss sich dennoch nur eins merken. DAS sollte allerdings recht sicher sein – und Ihr solltet es besser nicht vergessen ;) 1 Password kostet 39.95$, das Geld ist aber gut angelegt. Zur Zeit könnt Ihr über diesen Link sogar noch 20% sparen :) Der Vertrieb in Deutschland läuft über Application Systems Heidelberg.

Screencasts:

Wer plant Screencasts aufzunehmen ist mit Screenflow sehr gut beraten. Die Software hat so ziemlich alles was man sich wünscht. Aufnahmen von iSight und Bildschirm (Bild-in Bild), Videoschnitt-Editor, Anzeige von Tastenkombinationen und vieles mehr. Die 99$ sind gerechtfertig, aber natürlich kein Pappenstiel. Für Hobbyscreencaster reicht daher vielleicht auch die “One-Take”-Screencastfunktion in Quicktime X, zum schneiden gibts dann ja iMovie :)

Das war es erstmal zur Software die ich unter OS X nutze und evtl. für den einen oder anderen “Switcher” interessant. Der nächste Beitrag beschäftigt sich mit kleinen Helferlein, die man gar nicht so bemerkt, es aber nach einiger Zeit sofort merkt wenn Sie fehlen.

Wie schon erwähnt: Welches Programm fehlt eurer Meinung nach? Einfach ein paar Vorschläge in die Kommentare posten, der Artikel wird stetig erweitert :)

  1. JeriC (2 comments) sagt:

    Also zumindest unter Windows mag ich Safari nicht sonderlich gut leiden.

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  2. SteBu (1 comments) sagt:

    Was fehlt?
    Aptana -> Entwickler/Coder
    NetNewsWire -> RSS-Reader
    Burn -> schnell mal was brennen
    ffMpegX -> Audio/Video
    Handbrake -> DVD rippen
    Skitch -> schnell mal Screenshoots machen/verschönern und hochladen

    Ist im übrigen alles kostenlos ;-)

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  3. Dominic (3 comments) sagt:

    Für’s IRC: Colloquy (free) oder Linkinus (15 Tage Testversion / 20€). Linkinus finde ich besser, allerdings war ich bis jetzt zu faul, es zu kaufen. :P

    CoverSutra, ist jetzt nicht direkt eine Alternative sollte aber auf keinem Mac fehlen, sofern man iTunes benutzt.

    Anstelle von Adium kann man auch iChat + Chax benutzen.

    Für Archive Rucksack oder BetterZip. Rucksack glänzt mit Design, BetterZip mit mehr Funktionen (Rucksack kann keine RARs packen, nur entpacken …)
    Beide kosten etwas.
    Kostenlos gibt’s z.B. StuffIt Expander (hab’ ich selber noch nie benutzt).

    Für Torrents gibt’s Transmission, xTorrent oder Vuze (P.S. Torrents sucken! ;))

    Für RSS ist NetNewsWire gut oder Vienna, letzteres hat allerdings keine Google Reader Sync.

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  4. Chris (1 comments) sagt:

    Eine schöne Zusammenstellung die einem wie mir beim Wechsel sehr nützlich ist. Danke ;-)

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  5. efstajas (5 comments) sagt:

    Cool, danke für den Tip mit Glims!

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  6. martin (1 comments) sagt:

    von flow kann ich nur klar abraten. mangelhafter support (sprich: gar keiner!) und bugs, die ein sinnvolles benutzen mit mehr als 1 server unbrauchbar machen. wer geld ausgeben will, der sollte besser in transmit investieren

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